- Auf einen Blick: sechs Touren von leicht bis anspruchsvoll
- Die Urdenbacher Kämpe: Auenlandschaft südlich von Düsseldorf
- Düsseldorfer Norden: kurze Runde mit historischen Stationen
- Köln: Parkkunst oder flexible Uferstrecke
- Ins Siebengebirge: Drachenfels und Löwenburg
- So wählen Sie die passende Herbsttour
- Gut vorbereitet durch den Herbst
Wer in Monheim am Rhein wohnt, hat für einen Herbstspaziergang oder eine längere Wanderung mehrere Landschaften in der Region zur Auswahl. Die sechs beschriebenen Touren führen durch Auen und Parks, zu historischen Orten und hinauf ins Siebengebirge. Die Urdenbacher Kämpe liegt südlich von Düsseldorf und bietet einen besonders nahen Bezug zur Rheinlandschaft rund um Monheim.
Die Angaben zu Länge und Gehzeit helfen bei der Planung, ersetzen aber keine aktuelle Wegprüfung. Besonders bei den Rheinauen können Wasserstand und Wetter eine Rolle spielen. Für die genaue Streckenführung empfiehlt sich eine Wanderkarte oder ein GPX-Track.
Auf einen Blick: sechs Touren von leicht bis anspruchsvoll
- Urdenbacher Kämpe: 7,6 Kilometer, leicht, rund zwei Stunden.
- Kaiserswerth und Schloss Kalkum: 5,2 Kilometer, leicht, etwa eineinhalb Stunden.
- Stammheim und Flittarder Rheinaue: rund acht Kilometer, leicht, etwa zwei bis zweieinhalb Stunden.
- Weißer Rheinbogen: etwa fünf bis sieben Kilometer, leicht, rund eineinhalb bis zwei Stunden – abhängig von Umkehrpunkt und Rückweg.
- Nachtigallental und Drachenfels: 6,4 Kilometer, mittelschwer, rund 326 Höhenmeter.
- Rhöndorf und Löwenburg: 11,8 Kilometer, schwer, etwa vier Stunden.
Die Urdenbacher Kämpe: Auenlandschaft südlich von Düsseldorf
Für Monheimerinnen und Monheimer ist die Urdenbacher Kämpe eine naheliegende Wahl, wenn eine Tour durch eine naturnahe Rheinlandschaft gefragt ist. Die leichte Runde ist 7,6 Kilometer lang und dauert ungefähr zwei Stunden. Dammwege, alte Weiden, Feuchtgebiete, Wasserläufe und Streuobstwiesen prägen die Strecke. Im Herbst kommen farbiges Laub und reife Früchte auf den Wiesen hinzu.
Als Ausgangspunkt nennt die Tourenbeschreibung Urdenbach im Düsseldorfer Süden. Unterwegs liegt Haus Bürgel, ein historisches Anwesen auf den Resten eines römischen Kastells. Einkehrmöglichkeiten werden im Ortskern von Urdenbach oder mit einem Abstecher bei Monheim genannt.
Bei erhöhtem Rheinwasserstand können Wege überflutet sein. Vor dem Start sollte deshalb die aktuelle Lage geprüft werden. In den Naturschutzgebieten gilt: auf den ausgewiesenen Wegen bleiben.
Düsseldorfer Norden: kurze Runde mit historischen Stationen
Die 5,2 Kilometer lange Tour zwischen Kaiserswerth und Schloss Kalkum eignet sich für einen kürzeren Ausflug. Sie ist als leicht beschrieben und dauert etwa eineinhalb Stunden, kleine Pausen eingeschlossen. Die Route verbindet die Kaiserpfalz am Rhein mit der Parklandschaft von Schloss Kalkum. Alte Laubbäume und Wasserflächen setzen im Herbst einen ruhigen Kontrast zu den historischen Stationen.
Als Startbereich wird die Kalkumer Schlossallee angegeben. Für eine Einkehr nennt die Beschreibung Cafés und Restaurants in der historischen Altstadt von Kaiserswerth. Wer den Ausflug verlängern möchte, kann anschließend durch den Ortskern schlendern.
Köln: Parkkunst oder flexible Uferstrecke
Stammheimer Schlosspark und Flittarder Rheinaue
Auf der rund acht Kilometer langen, leichten Runde wechseln gestaltete Parkwege und naturnahe Uferbereiche. Im Stammheimer Schlosspark stehen zeitgenössische Skulpturen zwischen alten Bäumen. Weiter geht es in Richtung Flittarder Rheinaue mit Wiesen und Auenbereichen, die wichtige Lebensräume für Wasservögel und andere Tiere sind.
Für die Strecke sind etwa zwei bis zweieinhalb Stunden vorgesehen, Fotopausen eingeschlossen. Starten lässt sich laut Beschreibung am Schlosspark oder an der Flittarder Rheinaue. Einkehrmöglichkeiten gibt es in Stammheim oder Mülheim, gegebenenfalls mit kurzem Umweg.
Weißer Rheinbogen
Wer lieber am Fluss entlanggeht und die Länge flexibel halten möchte, kann am Rheinufer in Rodenkirchen starten und südwärts in Richtung Weiß laufen. Die Route führt unter anderem über Bereiche nahe der Uferstraße und des Campingplatzes sowie über Auenweg und Triftweg. Uferabschnitte, Wiesen und Auenwald wechseln einander ab.
Diese Tour ist keine fest vermessene Rundwanderung: Je nach Umkehrpunkt und Rückweg kommen etwa fünf bis sieben Kilometer zusammen. Die Gehzeit liegt bei ungefähr eineinhalb bis zwei Stunden. Den Rückweg und die verbleibende Tageshelligkeit sollten Wandernde bei der Planung berücksichtigen. Einkehrmöglichkeiten nennt die Beschreibung im Ortskern von Rodenkirchen.
Ins Siebengebirge: Drachenfels und Löwenburg
Durch das Nachtigallental auf den Drachenfels
Die Runde von Königswinter auf den Drachenfels verbindet Waldwege und Geschichte mit einem Anstieg. Sie beginnt nahe der Talstation der Drachenfelsbahn und führt zunächst durch das Nachtigallental. Dort wurden früher Weinkeller in den Fels geschlagen. Weiter bergauf geht es in den Bereich von Schloss Drachenburg und zur Burgruine auf dem Drachenfels.
Die Strecke ist 6,4 Kilometer lang und umfasst rund 326 Höhenmeter. Sie gilt als mittelschwer; mit Pausen sind etwa zwei bis drei Stunden einzuplanen. Als Startpunkt ist Königswinter nahe der Talstation angegeben. Einkehrmöglichkeiten werden am Drachenfels oder in Königswinter genannt, wobei Öffnungszeiten saisonabhängig sein können. Für den Aufstieg sollte genügend Tageslicht bleiben.
Rheinsteig zur Löwenburg
Die Streckenwanderung von Rhöndorf nach Bad Honnef ist mit 11,8 Kilometern und rund vier Stunden die längste und anspruchsvollste der sechs Touren. Vom Bahnhof Rhöndorf führt der Weg durch den historischen Ort und anschließend auf schmaleren Pfaden durch den Wald zur Löwenburg. Die Ruine liegt hoch über dem Rheintal. Als Ziel ist der Bahnhof Bad Honnef angegeben.
Die Tour wird als schwer beschrieben und verlangt Kondition sowie Trittsicherheit. Eine kürzere Variante ohne Löwenburg ist mit etwa 7,3 Kilometern angegeben. Bei Regen, Frost oder starkem Wind sollten Wandernde die Wegverhältnisse vorab prüfen. Als Einkehrmöglichkeit nennt die Beschreibung den Löwenburger Hof, sofern geöffnet, oder Gastronomie in Bad Honnef.
So wählen Sie die passende Herbsttour
- Für Auen und Streuobstwiesen: die Urdenbacher Kämpe – mit Blick auf Wasserstand und Wegsperrungen.
- Für eine kurze Runde mit Geschichte: Kaiserswerth und Schloss Kalkum.
- Für Parkkunst und Rheinaue: Stammheim und Flittard.
- Für flexible Streckenlänge am Wasser: der Weiße Rheinbogen, bei dem Umkehrpunkt und Rückweg die Gesamtdistanz bestimmen.
- Für Höhenmeter und Aussicht: der Drachenfels.
- Für eine längere, anspruchsvolle Wanderung: Rhöndorf und Löwenburg.
Gut vorbereitet durch den Herbst
Feuchtes Laub und schlammige Wege können den Tritt unsicher machen. Wasserfeste Wanderschuhe mit gutem Halt sind daher sinnvoll. Bei längeren Touren sollte genügend Tageslicht eingeplant werden; im November wird es früh dunkel. In den Rheinauen lohnt sich ein Blick auf Wetter und Wasserstand, weil Wege zeitweise überflutet sein können.
Bleiben Sie in Naturschutzgebieten auf den ausgewiesenen Wegen. Nehmen Sie bei längeren Ausflügen ausreichend Verpflegung mit: Nicht alle Ausflugslokale haben im Herbst täglich geöffnet. Wer eine Einkehr einplant, sollte sich deshalb nicht allein darauf verlassen, dass ein bestimmtes Lokal geöffnet ist.